Bericht der NRZ vom 03.02.2014

Karneval

Freaks, Frösche und freche Witze beim FKK in Wesel

02.02.2014 | 18:34 Uhr

Freaks, Frösche und freche Witze beim FKK in Wesel
Feldmark Helau! Das FKK ließ es in der Niederrheinhalle krachen.
Foto: Lars Fröhlich

180 Jecken feiern beim Tanz- und Kostümfest des Feldmarker Karnevalskomitees in der Niederrheinhalle. Bauchredner, Gesangs- und Jodeleinlagen sowie eine Playback-Show begeistern. Es ging rockig zu beim 64. Tanz- und Kostümfest des Feldmarker Karnevalskomitees (FKK). Bei der Playback-Show mit Hits wie „We will rock you“ oder „Rock around the Clock“ legten die „Mamas und Paps“ und die „Hupfdohlen“ eine flotte Sohle aufs Parkett. Mit ihnen haben am Samstag 180 jecke Gäste in der Niederrheinhalle gefeiert. Für Elmar Schwedtmann, Ehrenpräsident der Feldmarker Karnevalisten, macht dies die fünfte Jahreszeit aus: „Ungezwungen das tun, was Spaß macht. Tanzen, scherzen, sich verkleiden.“

Tolle Freakshow

Die Freakshow der „Mamas und Papas“ überzeugte mit tollen Kostümen, zum Beispiel als Spinnen, und einer durchdachten Choreografie. Die 60 Mitglieder des FKK probten bereits seit Mitte letzten Jahres an ihren Auftritten. Die Prinzengarde kam dieses Jahr gleich zweimal auf die Bühne – beim ersten Mal hat der Zug doch glatt Prinzessin Anne vergessen. Sie war sogleich fleißig und verteilte Orden. Franzis Schäfer wurde für ihre jahrelange Arbeit im Verein mit dem Stadtorden ausgezeichnet und erhielt eine Ehrenmitgliedschaft im Verein. Bauchredner Willi Gietmann erntete mit seinem frechen Frosch Charlie schallendes Gelächter. Als er dann noch den stellvertretenden Bürgermeister Peter Berns dazu brachte, „O Sole Mio“ zu trällern und den Geschäftsführer des FKK jodeln ließ, gab es für die Jecken im Saal kein Halten mehr.

Second-Hand-Markt für Kostüme

Das Feldmarker Karnevalskomitee gibt es bereits seit 1950, den Namen FKK bekam es jedoch erst 1971. Zu Beginn feierten die Feldmarker Narren ihren Karneval noch in der hölzernen Halle einer ehemaligen Kirche. Ein Jahr nach der Gründung wurde Heinrich Reginald Anschütz erster Karnevalsprinz des Vereins. Er war auch derjenige, der von 1981 bis zum Jahr 2009 die Stadtorden der Stadt Wesel entwarf. Viele Karnevalisten wurden mit diesem Preis über die Jahre hinweg geehrt. Noch immer setzen sich die Jecken vom FKK stark für den Karneval und den Fortbestand der Tradition ein. Darum veranstaltet das FKK am nächsten Samstag auch den ersten Weseler Kostüm-Second-Hand-Markt. Von 10–17 Uhr kann man im Jugendheim der Herz-Jesu-Kirche nach günstigen Kostümen für den Karnevalsumzug schauen. Am Tag davor können alte Kostüme dort abgegeben werden.

Nils Gockel

 

Bericht der Rheinischen Post vom 03.02.2014

 

Jecke Feldmarker verstehen, gut zu feiern

 

Wesel: Jecke Feldmarker verstehen, gut zu feiern
Beim FKK-Karneval im Parkettsaal bot sich beim Einmarsch der "Prinzessinengarde" den Narren ein imposantes Bild. FOTO: Arnulf Stoffel

 

Wesel. FKK-Sitzung in der Niederrheinhalle mit bester Stimmung im ausverkauften Saal. Präsidentin Monika Krebbing zeigte sich begeistert.     Von Michael Stein
 
 

Feldmarker Karnevals Komitee (FKK) feierte am Wochenende zum mittlerweile 64. Mal im Parkettsaal sein traditionelles Kostümfest. Einmal mehr wurde hier bewiesen, dass echte Feldmarker gut zu feiern verstehen. So herrschte schon bei der Begrüßung durch den Sitzungspräsidenten Jens Tenbergen beste Stimmung im ausverkauften Saal.

Als "Einheizer" zeigten die von Udo Dorando trainierte Kinder-Tanzgarde ihr Können, bevor das amtierende Kinder-prinzenpaar Gianluca I. und Leonie I. mit ihrem Auftritt die Herzen der Feldmarker Narren im Sturm eroberten. Natürlich machte auch Wesels närrisches Oberhaupt Prinzessin Anne I. dem FKK ihre Aufwartung, trotz einer etwas angeschlagenen Stimme. Begleitet von ihrer "Prinzessinengarde" bot sich beim Aufmarsch den Narren ein imposantes Bild.

Dies war ein prächtiger Rahmen für eine besondere Auszeichnung: Franzi Schäfer erhielt für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft beim FKK den Stadtorden mit Urkunde. Dies hat das Feldmarker Urgestein, einst als "Schäfer Blagen" weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, sicherlich mehr als verdient. Auch FKK-Chefin Monika Krebbing ging nicht mit leeren Händen von der Bühne. Aus den Händen von CAW-Boss Fita Moshövel gab es eine echte Präsidenten-Kette. Nach einer gelungenen "Mario Barth"-Einlage sorgte dann die Kindertanzgarde für die erste Rakete des Abends. Bei so viel Akrobatik im Parkettsaal hatte es der nachfolgende Auftritt natürlich schwer, doch Bauchredner und Zauberer Willi Gietmann löste diese Aufgabe mit Puppe Charly souverän.

 

 

Viele Lachsalven waren der Lohn seines gelungenen Vortrages, bei dem sogar der Stellvertretende Bürgermeister Peter Berns sein karnevalistisches Können zeigen durfte. Auch die vereinseigene Playback-Show, die Hupfdohlen sowie die Darbietung der legendären "Mamas und Papas", letztes Jahr noch in den närrischen Schlagzeilen, sorgten für tolle Stimmung. Da wurde so manches "Feldmark-Quanzum" gerufen. Von großer Bedeutung für die Jecken waren auch die eingestreuten Tanzrunden. Hier galt es nicht nur, sich möglichst taktgetrau zu bewegen, auch war es Gelegenheit sein Kostüm zu präsentieren. Die Prinzessin aus Brünen und Peter Berns beobachteten die Verkleideten ganz genau und kürten am Ende des Abends das beste Kostüm, ein hautenger Traum aus schwarz und weiß. Mit berühmten Gassenhauern aus den verrückten 70ern, hervorragend präsentiert von Hansi Hossa, dem König des Kultschlagers", ging ein sehr gelungenes Fest des FKK zu Ende. Präsidentin Monika Krebbing zeigte sich begeistert: "Es waren mehr Gäste da als letztes Jahr, der Saal war voll, was will man mehr?"