Bericht der NRZ vom 10.11.2014

Der Manager der Prinzenpaare
10.11.2014 | 00:10 Uhr

Wesel. Karnevalisten feiern auch runde Geburtstage, sagt man. Aber ihr Herz hängt an einer Schnapszahl: dem 11.11., an dem Hoppeditz erwacht. Ab dann dürfen sie endlich wieder ganz offiziell jeck sein. Einer von ihnen, Luc Eben, mochte so lange nicht warten. Wenn das Kinderprinzenpaar schon vorab mit buntem Programm vorgestellt wird, dann haue auch ich schon auf die Pauke, sagte er sich - und feierte das „ungerade“, aber närrische Event seines elfjährigen Jubiläums als Prinzenführer.

Reiseführer ist klar, aber wozu braucht es einen Prinzenführer? Muss der Karnevalsprinz vielleicht nach reichlichem Feiern an die Hand genommen werden? Nein, nein, sagt Luc Eben - ganz im Gegenteil: Er passe drauf auf, dass sich Prinz und Prinzessin beim Anstoßen der „guten Tröpfchen“ weitgehend enthalten.

Eigentlich seien die aber selbst so vernünftig, weiß der 65-Jährige und spricht für alle zehn Paare, die er betreut hat. Im vergangenen Jahr gab’s erstmals keinen Prinzen. Da war Luc Eben Prinzessinnenführer. „Das war auch nicht schlecht“, sagt er lächelnd.

„Von morgens bis abends“ ist er für die Tollitäten zuständig. Lange schon vor dem 11.11. Er ist es, der die Kontakte zu den Vereinen knüpft und die Termine für die Auftritte des Prinzenpaares ausmacht. Er ist dafür zuständig, dass bei den vielen Veranstaltungen während der Karnevalssaison das Protokoll der Majestäten eingehalten wird.

Insofern ist er karnevalistischer Manager, der den früher vom Prinzenpaar jeweils auserwählten Hofmarschall ablöste. Ein kleiner Bus steht ihm für sein Ehrenamt zur Verfügung. 5000 bis 6000 Kilometer legt er damit in einer Session zurück.

„Jedes Jahr war es anders“, blickt Luc Eben zurück. „Aber die Prinzen und Prinzessinnen waren alle lieb und nett. Wir hatten immer viel Spaß.“ Der Karneval und sein Job hätten ihn jung gehalten.

Zum elften Jahr als Prinzenführer hat er sie alle eingeladen: die ehemaligen Prinzenpaare mit ihren Partnern und den Vorstand des Weseler Karnevalsausschusses (CAW). Gemeinsam mit seiner Frau Tilly empfing er seine Gäste in Ornat und Uniform zur Feier in gemütlicher Runde im Partykeller seines Nachbarn - „da war ausreichend Platz“.

Patrick und Kristin sind die neuen Schützlinge, die Luc Eben betreut. Nachdem es in der kommenden Woche gleich munter los geht (siehe Box), wird das Prinzenpaar am Samstag, 29. November, in der Niederrheinhalle feierlich proklamiert. Dann gibt es das erste richtig große Programm der Session, unter anderen mit der Kölner Karnevalsikone Marita Köllner. Luc Eben fiebert dem schon entgegen.

Joachim Freund

Der Manager der Prinzenpaare
10.11.2014 | 00:10 Uhr

Wesel. Karnevalisten feiern auch runde Geburtstage, sagt man. Aber ihr Herz hängt an einer Schnapszahl: dem 11.11., an dem Hoppeditz erwacht. Ab dann dürfen sie endlich wieder ganz offiziell jeck sein. Einer von ihnen, Luc Eben, mochte so lange nicht warten. Wenn das Kinderprinzenpaar schon vorab mit buntem Programm vorgestellt wird, dann haue auch ich schon auf die Pauke, sagte er sich - und feierte das „ungerade“, aber närrische Event seines elfjährigen Jubiläums als Prinzenführer.

Reiseführer ist klar, aber wozu braucht es einen Prinzenführer? Muss der Karnevalsprinz vielleicht nach reichlichem Feiern an die Hand genommen werden? Nein, nein, sagt Luc Eben - ganz im Gegenteil: Er passe drauf auf, dass sich Prinz und Prinzessin beim Anstoßen der „guten Tröpfchen“ weitgehend enthalten.

Eigentlich seien die aber selbst so vernünftig, weiß der 65-Jährige und spricht für alle zehn Paare, die er betreut hat. Im vergangenen Jahr gab’s erstmals keinen Prinzen. Da war Luc Eben Prinzessinnenführer. „Das war auch nicht schlecht“, sagt er lächelnd.

„Von morgens bis abends“ ist er für die Tollitäten zuständig. Lange schon vor dem 11.11. Er ist es, der die Kontakte zu den Vereinen knüpft und die Termine für die Auftritte des Prinzenpaares ausmacht. Er ist dafür zuständig, dass bei den vielen Veranstaltungen während der Karnevalssaison das Protokoll der Majestäten eingehalten wird.

Insofern ist er karnevalistischer Manager, der den früher vom Prinzenpaar jeweils auserwählten Hofmarschall ablöste. Ein kleiner Bus steht ihm für sein Ehrenamt zur Verfügung. 5000 bis 6000 Kilometer legt er damit in einer Session zurück.

„Jedes Jahr war es anders“, blickt Luc Eben zurück. „Aber die Prinzen und Prinzessinnen waren alle lieb und nett. Wir hatten immer viel Spaß.“ Der Karneval und sein Job hätten ihn jung gehalten.

Zum elften Jahr als Prinzenführer hat er sie alle eingeladen: die ehemaligen Prinzenpaare mit ihren Partnern und den Vorstand des Weseler Karnevalsausschusses (CAW). Gemeinsam mit seiner Frau Tilly empfing er seine Gäste in Ornat und Uniform zur Feier in gemütlicher Runde im Partykeller seines Nachbarn - „da war ausreichend Platz“.

Patrick und Kristin sind die neuen Schützlinge, die Luc Eben betreut. Nachdem es in der kommenden Woche gleich munter los geht (siehe Box), wird das Prinzenpaar am Samstag, 29. November, in der Niederrheinhalle feierlich proklamiert. Dann gibt es das erste richtig große Programm der Session, unter anderen mit der Kölner Karnevalsikone Marita Köllner. Luc Eben fiebert dem schon entgegen.

Joachim Freund

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Der Manager der Prinzenpaare
10.11.2014 | 00:10 Uhr

Wesel. Karnevalisten feiern auch runde Geburtstage, sagt man. Aber ihr Herz hängt an einer Schnapszahl: dem 11.11., an dem Hoppeditz erwacht. Ab dann dürfen sie endlich wieder ganz offiziell jeck sein. Einer von ihnen, Luc Eben, mochte so lange nicht warten. Wenn das Kinderprinzenpaar schon vorab mit buntem Programm vorgestellt wird, dann haue auch ich schon auf die Pauke, sagte er sich - und feierte das „ungerade“, aber närrische Event seines elfjährigen Jubiläums als Prinzenführer.

Reiseführer ist klar, aber wozu braucht es einen Prinzenführer? Muss der Karnevalsprinz vielleicht nach reichlichem Feiern an die Hand genommen werden? Nein, nein, sagt Luc Eben - ganz im Gegenteil: Er passe drauf auf, dass sich Prinz und Prinzessin beim Anstoßen der „guten Tröpfchen“ weitgehend enthalten.

Eigentlich seien die aber selbst so vernünftig, weiß der 65-Jährige und spricht für alle zehn Paare, die er betreut hat. Im vergangenen Jahr gab’s erstmals keinen Prinzen. Da war Luc Eben Prinzessinnenführer. „Das war auch nicht schlecht“, sagt er lächelnd.

„Von morgens bis abends“ ist er für die Tollitäten zuständig. Lange schon vor dem 11.11. Er ist es, der die Kontakte zu den Vereinen knüpft und die Termine für die Auftritte des Prinzenpaares ausmacht. Er ist dafür zuständig, dass bei den vielen Veranstaltungen während der Karnevalssaison das Protokoll der Majestäten eingehalten wird.

Insofern ist er karnevalistischer Manager, der den früher vom Prinzenpaar jeweils auserwählten Hofmarschall ablöste. Ein kleiner Bus steht ihm für sein Ehrenamt zur Verfügung. 5000 bis 6000 Kilometer legt er damit in einer Session zurück.

„Jedes Jahr war es anders“, blickt Luc Eben zurück. „Aber die Prinzen und Prinzessinnen waren alle lieb und nett. Wir hatten immer viel Spaß.“ Der Karneval und sein Job hätten ihn jung gehalten.

Zum elften Jahr als Prinzenführer hat er sie alle eingeladen: die ehemaligen Prinzenpaare mit ihren Partnern und den Vorstand des Weseler Karnevalsausschusses (CAW). Gemeinsam mit seiner Frau Tilly empfing er seine Gäste in Ornat und Uniform zur Feier in gemütlicher Runde im Partykeller seines Nachbarn - „da war ausreichend Platz“.

Patrick und Kristin sind die neuen Schützlinge, die Luc Eben betreut. Nachdem es in der kommenden Woche gleich munter los geht (siehe Box), wird das Prinzenpaar am Samstag, 29. November, in der Niederrheinhalle feierlich proklamiert. Dann gibt es das erste richtig große Programm der Session, unter anderen mit der Kölner Karnevalsikone Marita Köllner. Luc Eben fiebert dem schon entgegen.

Joachim Freund

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